-
15.09.2015
- → Feuilleton
Sidos Nachtgedanken
Paul Hartmut Würdig, besser bekannt als Sido (heute für super-intelligentes Drogenopfer, früher für »Scheiße in den Ohr«), hat es mit aggressivem Deutschrap zu einem geschätzten Vermögen von sieben Millionen Euro gebracht, besitzt Tattoo-Studios und demnächst eine Kneipe in München. Von der Neuen Westfälischen hat er sich fragen lassen: »Glauben Sie an den Kapitalismus?« Seine Antwort aus der Ausgabe vom 12.9. ist es wert, nachgetragen zu werden: »Ich glaube eher an eine Form von Kommunismus. Kommunismus ist vielleicht das einzige, was die großen Probleme dieser Welt lösen könnte. Wir müssen lernen, unsere Bedürfnisse runterzuschrauben und von dem zu leben, was tatsächlich vorhanden ist. Es ist falsch, in den Supermarkt zu gehen und irgendwas zu kaufen, das man nicht braucht, nur, weil es angeboten wird. Das geht zu Lasten der Umwelt und zu Lasten von anderen, auf deren Kosten wir leben.« (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!