-
05.09.2015
- → Feuilleton
Aktion A.
Es gibt bessere Songs gegen Neonazis als »Schrei nach Liebe« (1993) von den Ärzten, aber dem hat ein 46jähriger Musiklehrer aus Niedersachsen zurück in die Charts verholfen. Um »etwas zu bewegen«, forderte er mit dem Hashtag aktionarschloch zum Kauf auf. Viele kamen dem nach, Radiosender nahmen das Lied ins Programm auf. »Die Aktion wäre auch mit jedem anderen Anti-Nazi-Song cool«, teilten die Ärzte am Donnerstag abend mit, und versprachen, sämtliche Einnahmen an Pro Asyl zu spenden. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!