-
03.09.2015
- → Sport
Fußball: Diebstahl, nicht Gedankenlosigkeit
Hamburg. Ach, der HSV. Vor Wochen waren Peter Knäbel, Sportdirektor des Klubs, diverse Dokumente abhanden gekommen; eine Altenpflegerin brachte ihm den Papierkram – darunter: Gehaltslisten, Transferdokumente – zurück. Was die Frau als Dank bekam? Die Aufmerksamkeit der Polizei. Gegen sie wird nun ermittelt. Aufgrund einer »anonym verfassten E-Mail« habe sich ein »Anfangsverdacht des Diebstahls« gegen die Frau ergeben, so Polizeisprecher Andreas Schöpflin. Die nun beschuldigte Altenpflegerin meldete sich in Bild zu Wort: »Ich habe das Gefühl, der HSV sucht einen Schuldigen und die Polizei will einen Erfolg vorzeigen.« Gerüchte, die anonyme Anschwärzbotschaft stamme von Peter Knäbel selbst, entbehren jeglicher Grundlage. Der Sportdirektor steht weiterhin lediglich im Verdacht, die Akten schlicht verbaselt zu haben. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!