Zum Inhalt der Seite

Strafanzeigen: DJV kritisiert Geheimdienst

Berlin. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) hat die vom Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, angekündigten Anzeigen gegen mögliche Whistleblower in den eigenen Reihen kritisiert. »Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Pannenserie des Verfassungsschutzes zum NSU-Trio hat die Öffentlichkeit ein Anrecht auf Informationen«, erklärte der DJV-Bundesvorsitzende Michael Konken am Montag in Berlin. »Herr Maaßen sollte sich um Transparenz statt um Maulkörbe bemühen.« Zuvor war berichtet worden, Maaßen habe in drei Fällen Anzeige wegen Geheimnisverrats erstattet. Dabei ging es auch um Informationen über den Tod des V-Mannes »Corelli« aus dem Umfeld des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU). (jW)

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.07.2015, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!