-
06.07.2015
- → Ausland
Tunesien verhängt Ausnahmezustand
Tunis. Tunesien hat etwas mehr als eine Woche nach dem Terroranschlag von Sousse den Ausnahmezustand verhängt. Das verkündete Präsident Béji Caïd Al-Sebsi am Samstag bei einer Ansprache im Staatsfernsehen. Zunächst soll die Maßnahme 30 Tage gelten – beim letzten Mal wurde sie aber erst nach drei Jahren wieder aufgehoben. »Wir sind in großer Gefahr«, sagte Al-Sebsi. »Wir befinden uns im Kriegszustand.« Der Staatschef reagierte damit auf die Ermordung von 38 ausländischen Urlaubern durch einen Islamisten vor gut einer Woche in einem Hotel im Badeort Sousse. Nach Angaben des Regierungschefs wurde der Täter in Libyen trainiert, »vermutlich« von der Miliz Ansar Al-Scharia. Wie die staatliche Nachrichtenagentur TAP am Freitag berichtet hatte, sollten als Maßnahme gegen »Hassprediger« außerdem bis Sonntag rund 80 Moscheen, die nicht unter staatlicher Kontrolle stehen, geschlossen werden. (dpa/jW)
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
