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Neue sowjetische Welle

Das Berliner Kino Arsenal zeigt ab dem 1. Mai eine Retrospektive von Marlen Chuzijew, dem führenden Filmregisseur der sowjetischen Neuen Welle in den 1950er und 60er Jahren. Wenige haben Moskau in den frühen 60er Jahren, seine jungen Bewohner, seine Straßen, Plätze, Häuser und Wohnungen so unmittelbar und lebendig gezeigt, das Lebensgefühl einer Generation so klarsichtig porträtiert wie Chuzijew, insbesondere in »Mnje Dwadzat Ljet« (Ich bin zwanzig Jahre alt, UdSSR 1965). Chuzijew, 1925 in Tbilissi geboren und an der Staatlichen Filmakademie in Moskau ausgebildet, realisierte er mit diesem Film das zentrale Werk des sowjetischen Tauwetter-Kinos, das jedoch auf Chruschtschows Intervention hin gekürzt und überarbeitet werden musste. Zu sehen ist es am 1. Mai um 19 Uhr im Arsenal. Chuzijew selbst wird anwesend sein, wie auch einen Tag später in einem »Werkstattgespräch«, das die Zeitschrift Revolver veranstaltet. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.04.2015, Seite 11, Feuilleton

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