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Geprellte Arbeiter sollen Lohn erhalten

Berlin. Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat rumänischen Bauarbeitern ihren Lohn zugesprochen, den eine Firma ihnen beim Bau des Einkaufszentrums »Mall of Berlin« nicht ausgezahlt hatte. Die beklagte Firma sei trotz ordnungsgemäßer Ladung nicht zur mündlichen Verhandlung erschienen, erklärte das Gericht am Freitag. Daher seien gegen sie Versäumnisurteile ergangen. Sollte sie binnen einer Woche dagegen Einspruch einlegen, wird der Prozess den Angaben zufolge fortgesetzt. Laut der Freien Arbeiterunion (FAU) Berlin wurden Hunderte Arbeiter aus Rumänien für weniger als sechs Euro die Stunde für den Bau des Einkaufszentrums eingestellt. Dieser Lohn wurde demnach nicht vollständig ausgezahlt. Zudem seien den Arbeitern »völlig unzureichende und überteuerte Unterkünfte gestellt« worden, wie die FAU einen Arbeiter zitiert. In der Vorweihnachtszeit hatten die geprellten Arbeiter mehrere Kundgebungen vor der Mall organisiert. Verantwortlich für den Lohnbetrug sind nach Angaben der FAU zwei Subunternehmen. Der Bauherr Harald Huth ist nach Medienangaben mittlerweile insolvent. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 14.04.2015, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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