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Tod eines Lyrikers

Der schwedische Lyriker Tomas Tranströmer ist am Donnerstag im Alter von 83 Jahren gestorben. Sein Gesamtwerk umfasst nur rund ein Dutzend schmale Gedichtbände, die allerdings in mehr als 60 Sprachen übersetzt wurden. Seit einem Schlaganfall 1990 war Tranströmer an den Rollstuhl gefesselt und konnte kaum noch sprechen. Als er 2011 den Nobelpreis erhielt, gab Marcel Reich-Ranicki zu: »Ich habe keine Ahnung, wer der Lyriker ist.« Der Hanser-Verlag betrauerte den Tod des Dichters mit dem Gedicht »Die Trauergondel«, in dem es heißt: »Ein Begräbnis war es, / und ich spürte, dass der Tote / meine Gedanken besser las / als ich selber«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2015, Seite 10, Feuilleton

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