Zum Inhalt der Seite

»Willkommenszentren« in Afrika kritisiert

Brüssel/Berlin. In Brüssel hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei einem Treffen mit seinen EU-Kollegen am Donnerstag für die Einrichtung von Flüchtlingsaufnahmezentren in Afrika geworben. In den sogenannten »Willkommenszentren« soll bereits in Afrika die Entscheidung gefällt werden, wem die Einreise nach Europa verwehrt wird. Man würde »die menschenrechtlichen Bedingungen« in den Standorten der Zentren »sehr genau untersuchen«, versicherte de Maizière.
»Augenwischerei« nannte das Günter Burkhardt, Geschäftsführer der Flüchtlingshilfsorganisation Pro Asyl. Rechtsstaatliche Verfahren ließen sich in Nordafrika nicht garantieren. Auch die Linkspartei sieht in dem Vorhaben einen »weiteren Baustein bei der Abschottung der EU«. (AFP/dpa/jW)

Siehe Seite 8

 

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.03.2015, Seite 1, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!