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Süß gestorben

 

Der früher in der DDR populäre Opernsänger und Fernsehmoderator, Reiner Süß, ist tot. Kurz vor seinem 85. Geburtstag starb der Künstler am 29. Januar in einem Pflegeheim in Friedland (Mecklenburg-Vorpommern), wie sein Verleger Mark Lehmstedt erst jetzt bekannt gab. Mit seiner DDR-Fernsehsendung »Da liegt Musike drin« erreichte der Kammersänger zwischen 1968 und 1985 ein Millionenpublikum. Als Moderator vereinte er hierbei Klassik, Operette, Musicals, Volkslieder und Schlager. Süß, geboren am 2. Februar 1930 in Chemnitz, wurde in Leipzig bei den Thomanern ausgebildet und war von 1959 bis 1995 Ensemblemitglied der Deutschen Staatsoper. Er sang dort alle Partien des komischen Bassfaches sowie moderne Charakterrollen. Kritiker bescheinigten ihm eine große schauspielerische Leistung und würdigten ihn als Bass mit 100 Nuancen. Politisch war er vorhersehbarer: 1990 trat Süß in die SPD ein, für die Partei saß er von 1991 bis 1995 im Berliner Abgeordnetenhaus. 2010 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel: »Da lag Musike drin«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.02.2015, Seite 11, Feuilleton

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