Zum Inhalt der Seite

Kritik an Ermittlern bleibt bestehen

Potsdam. Opferberatungstellen halten ihre Kritik am Verhalten der Ermittlungsbehörden im Fall des in Dresden ermordeten Asylbewerbers Khaled Idris Bahray aufrecht. Obwohl sich die Vermutung eines rassistischen Tatmotivs nicht bestätigt habe, blieben ihre Vorwürfe weiterhin aktuell, erklärten der Verein Opferperspektive e.V. und der Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt am Dienstag in Potsdam. Als Gründe nannten sie die vorschnelle Aussage, es könne keine Fremdeinwirkung festgestellt werden, und die viel zu späte Spurensicherung am Tatort. Bei jeder Gewalttat gegen Angehörige der typischen Opfergruppen rassistischer Gewalt müsse ein politisches Motiv in Betracht gezogen und durch Ermittlungen aktiv ausgeschlossen werden. (jW)

→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2015, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!