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08.01.2015
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Akira nervt
Wer einen gesellschaftskritischen Blick auf die japanische Comic- und Popkultur sucht, hat dafür im Internet seit kurzem eine Anlaufstelle. Zum Jahreswechsel stellten die Betreiber der Tanuki Republic. Blätter für japanische Populärkultur ihr Magazin online. Schwerpunkt sind die Themen Manga (Comics aus Japan) und Anime (japanischer Animationsfilm). In ihrem parallel veröffentlichten »Manifest« heißt es, Japan sei ein Land, in dem »gesellschaftliche Widersprüche aufeinanderprallen und politische Auseinandersetzungen stattfinden. Unsere vorrangige Herangehensweise würden wir daher am ehesten als eine materialistische bezeichnen. Für uns heißt das, dass wir kulturelle Erzeugnisse auch als eine Widerspiegelung eben jener gesellschaftlich-politischen Verhältnisse, unter denen sie entstehen, sehen.« In einem der ersten Beiträge befasst sich der jW-Autor Michael Streitberg mit Otomo Katsuhiros erfolgreich verfilmtem Manga »Akira«. Sein Fazit: Abgesehen vom brillanten Artwork »nervt an diesem vermeintlichen Kultklassiker des Science-Fiction-Manga so ziemlich alles«. (jW)
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