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FIFA-Harakiri

 

Marrakesch. »Ich bin überrascht«, ließ Joseph Blatter am Rande der Tagung des FIFA-Exekutivkomitees in Marrakesch wissen, und meinte den Rücktritt des Chefermittlers Michael Garcia. Der frühere US-Bundesanwalt hatte sein Amt beim Weltverband aufgekündigt, nachdem sein Einspruch gegen die irreführende Auswertung seiner Korruptionsuntersuchung aus formalen Gründen abgeschmettert worden war. »Blatter hat seinen Laden nicht im Griff, die FIFA zerbröselt vor unseren Augen«, erklärte Sylvia Schenk von Transparency International. Zur anstehenden Wiederwahl des 79jährigen Präsidenten sagte sie: »Das ist Harakiri!« Der britische FIFA-Vize Jim Boyce erklärte immerhin: »Michael Garcia ist jemand mit einer enorm hohen Glaubwürdigkeit. Er muss sich in manchen Dingen sehr, sehr sicher gewesen sein, wenn er diesen Schritt geht.« (sid/jW)

 

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Erschienen in der Ausgabe vom 19.12.2014, Seite 16, Sport

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