-
19.12.2014
- → Sport
FIFA-Harakiri
Marrakesch. »Ich bin überrascht«, ließ Joseph Blatter am Rande der Tagung des FIFA-Exekutivkomitees in Marrakesch wissen, und meinte den Rücktritt des Chefermittlers Michael Garcia. Der frühere US-Bundesanwalt hatte sein Amt beim Weltverband aufgekündigt, nachdem sein Einspruch gegen die irreführende Auswertung seiner Korruptionsuntersuchung aus formalen Gründen abgeschmettert worden war. »Blatter hat seinen Laden nicht im Griff, die FIFA zerbröselt vor unseren Augen«, erklärte Sylvia Schenk von Transparency International. Zur anstehenden Wiederwahl des 79jährigen Präsidenten sagte sie: »Das ist Harakiri!« Der britische FIFA-Vize Jim Boyce erklärte immerhin: »Michael Garcia ist jemand mit einer enorm hohen Glaubwürdigkeit. Er muss sich in manchen Dingen sehr, sehr sicher gewesen sein, wenn er diesen Schritt geht.« (sid/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!