Zum Inhalt der Seite

Lesetips Industriearbeit

Gibt es eine Renaissance des Industriekapitalismus? Das ist eine der zentralen Fragen, mit denen sich Wissenschaftler und Gewerkschafter im VSA-Band »Industriearbeit und Arbeitspolitik« beschäftigen. Grundlage sind Debatten in einem auf Initiative der IG Metall gebildeten Arbeitskreis, in dem sich seit fünf Jahren Arbeits- und Industriesoziologen, Arbeitswissenschaftler und -psychologen mit Gewerkschaftsfunktionären austauschen. Ihre Erkenntnisse zur Zukunft industrieller Wertschöpfung sind in kurzen Aufsätzen in dem Buch festgehalten.

Die IG-Metall-Vorstände Detlef Wetzel, Jörg Hofmann und Hans-Jürgen Urban erklären in ihrem Vorwort: »In der großen Finanzmarktkrise hat eine Aufwertung der Realwirtschaft stattgefunden, in deren Zentrum Bestrebungen zur Erneuerung der Industrie stehen.« Dennoch bereite das große Gewicht der Finanzmärkte weiterhin Sorge, denn: »Die Vergesellschaftung privater Vermögensverluste auf Kosten wachsender Staatsverschuldung wird ein zweites Mal kaum noch funktionieren.« Das ist auch nicht unbedingt zu hoffen, sind es doch die abhängig Beschäftigten, die die Zeche für den Sozialabbau und die Kürzungen im öffentlichen Dienst zu tragen haben. (dab)

Anzeige

Detlef Wetzel/Jörg Hofmann/Hans-Jürgen Urban (Hrsg.): Industriearbeit und Arbeitspolitik - Kooperationsfelder von Wissenschaft und Gewerkschaften. Hamburg 2014, VSA, 129 Seiten, 9,80 Euro

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!