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Fußball: Wenn wir ehrlich sind

Berlin. Ostdeutsche Traditionsklubs haben sich im Kicker vom Zweitligisten RB Leipzig distanziert. Der Verein von Red-Bull-Milliardär Dietrich Mateschitz »kann kein Vorbild für Rostock, Dresden, Aue oder Halle sein«, sagte Präsident Michael Schädlich vom Drittligisten Hallescher FC. »Und es wäre ein großer Fehler, wenn man meint, man könnte den ostdeutschen Fußball nach diesem Modell entwickeln.« Dresdens Sportdirektor Ralf Minge sprach von einem »Kampf mit ungleichen Waffen«. Der 2009 gegründete Leipziger Klub könnte in dieser Saison ins Oberhaus durchmarschieren. Minge: »Und wenn wir ehrlich sind, ist die Entwicklung der Tatsache geschuldet, dass es Lok und Chemie über viele Jahre nicht auf die Reihe gebracht haben und deshalb in Leipzig ein großes Fußballvakuum entstanden ist.« Auch Eduard Geyer ließ RB bei seiner Einschätzung außen vor: »Es bewegt sich schon etwas im Ostfußball, aber der Abstand zur Spitze ist praktisch unaufholbar geworden." (sid/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2014, Seite 16, Sport

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