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Von der Leyen will Truppe aufhübschen

Berlin. Die Bundesregierung billigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Bundeswehr mit besserer Besoldung und geregelter Arbeitszeit »attraktiver« zu machen. Das Gesamtpaket kostet in den nächsten vier Jahren fast eine Milliarde Euro. Dem Gesetz muss der Bundestag noch zustimmen. Es wird frühestens im April 2015 in Kraft treten. »Es geht lediglich darum, Rekruten zu gewinnen, aber nicht darum, die soziale Situation von Soldatinnen und Soldaten nachhaltig zu verbessern«, kommentierte Christine Buchholz, verteidigungspolitische Sprecherin der Linke-Fraktion, die Pläne. Nicht zuletzt an Finanzproblemen könnte nach einem Bericht der Bild die geplante »Attraktivitätsoffensive« scheitern. Wie das Blatt (Mittwoch) unter Berufung auf ein internes Papier des Ministeriums berichtete, fehlen ab 2016 finanzielle Mittel in Höhe von rund 300 Millionen Euro. Von der Leyen müsste an den Ausgaben für Waffen sparen, wollte sie ihre Pläne durchsetzen, heißt es. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.10.2014, Seite 4, Inland

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