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NSU-Prozeß: Tatwaffe im Fokus

München. Im Prozeß um das neonazistische Terrornetzwerk NSU hat am Mittwoch ein Schweizer Polizist als Zeuge vor dem Oberlandesgericht München nahegelegt, daß die Mordwaffe des Typs »Ceska« bereits 1996 in die faschistische Szene Thüringens eingeschleust worden sein könnte. Das wäre zwei Jahre vor dem Untertauchen des Trios um Beate Zschäpe. Der Ermittler berichtete über mehrere Vernehmungen eines mutmaßlichen Gewährsmanns, auf dessen Namen und mit dessen Waffenerwerbsschein die Pistole legal gekauft wurde. Der Mann habe einen Freund ins Spiel gebracht, der ihm seine Waffenerwerbsscheine abgekauft habe. Dieser lebte vorübergehend in Jena und ist mit einem Jugendfreund von Uwe Böhnhardt befreundet. Die »Ceska« war bei den neun rassistisch motivierten Morden des NSU verwendet worden.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2014, Seite 1, Inland

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