Zum Inhalt der Seite

Amazon: Ver.di im Aufsichtsrat

Berlin. Beim Versandhändler Amazon ist der Aufsichtsrat am Standort Bad Hersfeld künftig zur Hälfte mit Beschäftigtenvertretern besetzt. Deren Wahl in das insgesamt zwölf Mitglieder umfassende Gremium habe dabei ergeben, daß diesem nun auch zwei Vertreter von ver.di angehörten, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag in Berlin mit. Die paritätische Sitzverteilung im Aufsichtsrat war demnach einer Entscheidung des Landgerichts in Frankfurt am Main zu verdanken. Da die Gewerkschaft nun »mit am Tisch« sitze, sei es »höchste Zeit, daß Amazon seine gewerkschaftsfeindliche Haltung aufgibt und Tarifgespräche führt«, forderte ver.di-Handelssekretärin Mechthild Middeke, die fortan einen der Sitze innehat. Ver.di will für die Beschäftigten des Konzerns einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Bisher lehnt das Management dies ab. Ver.di organisiert seit April 2013 immer wieder Streiks in den verschiedenen Amazon-Versandzentren, unter anderem in Bad Hersfeld. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.09.2014, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!

                                                                                       Kinderbeilage