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Soldatengelöbnis: Protest aufgelöst

Mainz. Erst war es ein friedlicher Protest vor dem rheinland-pfälzischen Landtag, dann löste die Polizei die Demonstration gegen das Gelöbnis von 250 Bundeswehrrekruten am Dienstag nachmittag in Mainz auf. Laut Polizeisprecher Achim Hansen gebe es zwei Anzeigen wegen Körperverletzung von Beamten, eine wegen Widerstands gegen die Polizei, eine wegen Beleidigung eines Beamten und eine wegen der Verwendung von NS-Symbolen, berichtete der Südwestrundfunk. Die Beamten hätten einem Demonstranten ein Plakat mit SS-Runen in dem Wort »Aggression« vorübergehend abgenommen. Bei der Kundgebung mit rund 160 Teilnehmern habe ein Polizist Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei löste die Versammlung vorzeitig auf, weil Lautsprecherlärm das Gelöbnis gestört habe. »Die Redebeiträge waren teilweise nicht zu verstehen«, erklärte Hansen. Öffentliche Soldatenvereidigungen wie diese finden nur einmal pro Wahlperiode und Bundesland statt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.06.2014, Seite 5, Inland

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