-
30.05.2014
- → Feuilleton
Erasmus Schöfer liest
Erasmus Schöfers Romanzyklus »Die Kinder des Sisyfos« über die Klassenkämpfe in der BRD der Jahre 1968 bis 1989 kann sich mit Peter Weiss’ »Ästhetik des Widerstands« messen lassen. Auf 2000 Seiten entfaltet der 1931 geborene Schöfer in den vier Bänden ein präzises Bild der Epoche. In Theatern und Betrieben geht es um Atomkraft, Pershings und nicht zuletzt Geschlechterbeziehungen – immer auch aus Sicht der Kunst. Hauptfiguren sind der vom Berufsverbot betroffene Intellektuelle Bliss und der Betriebsrat und spätere Gewerkschaftsfunktionär Kolenda. Es geht auch um Linke in anderen Teilen Europas, besonders Griechenland. Am Sonntag liest Schöfer in Berlin aus dem vierten Band, der Winterdämmerung. Beginn ist 16 Uhr im MEZ, Spielhagenstraße 13, Berlin-Charlottenburg. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton