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Erasmus Schöfer liest

Erasmus Schöfers Romanzyklus »Die Kinder des Sisyfos« über die Klassenkämpfe in der BRD der Jahre 1968 bis 1989 kann sich mit Peter Weiss’ »Ästhetik des Widerstands« messen lassen. Auf 2000 Seiten entfaltet der 1931 geborene Schöfer in den vier Bänden ein präzises Bild der Epoche. In Theatern und Betrieben geht es um Atomkraft, Pershings und nicht zuletzt Geschlechterbeziehungen – immer auch aus Sicht der Kunst. Hauptfiguren sind der vom Berufsverbot betroffene Intellektuelle Bliss und der Betriebsrat und spätere Gewerkschaftsfunktionär Kolenda. Es geht auch um Linke in anderen Teilen Europas, besonders Griechenland. Am Sonntag liest Schöfer in Berlin aus dem vierten Band, der Winterdämmerung. Beginn ist 16 Uhr im MEZ, Spielhagenstraße 13, Berlin-Charlottenburg. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2014, Seite 13, Feuilleton

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