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Frankreich: Polizei gegen Flüchtlinge

Calais. In der nordfranzösischen Hafenstadt Calais hat die Polizei am Mittwoch drei Flüchtlingslager geräumt. Die Behörden, die nach eigenen Angaben 200 Polizisten einsetzten, gaben an, in den Lagern sei zuvor die Hautkrankheit Krätze ausgebrochen. Bulldozer zerstörten die improvisierten Zelte der rund 550 Flüchtlinge. Hilfsorganisationen verurteilten das Vorgehen der Behörden. »Räumungen werden nicht die Zahl der Migranten in den Straßen von Calais senken«, erklärte Leigh Daynes vom britischen Zweig der Organisation Ärzte der Welt. »Vielmehr zerstreuen sie die Migranten, was es schwieriger macht, ihnen zu helfen. Das wird sich negativ auf ihr Grundrecht auf gesundheitliche Fürsorge und Schutz auswirken.« (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.05.2014, Seite 6, Ausland

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