-
17.05.2014
- → Inland
Wirtschaft fürchtet um Rußlandgeschäft
Berlin. Die deutschen Unternehmen befürchten bei scharfen Sanktionen gegen Rußland den Verlust lukrativer Geschäfte an die Konkurrenz aus Asien. Diese würden »zu einer deutlichen Hinwendung der russischen Wirtschaft und Politik nach Asien, insbesondere nach China, führen«, heißt es in einem Positionspapier der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer, das der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag und unter anderem an die Bundesregierung gerichtet ist. Auch würden Sanktionen dazu führen, daß die russische Seite Kompensationen »vor internationalen Gerichten mit großer Aussicht auf Erfolg« einklagen würde, warnt die Außenhandelskammer. Sie fordert eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts ohne Sanktionen.
In Rußland sind etwa 6000 deutsche Unternehmen aktiv. Die Exporte dorthin waren im Januar und Februar um 16 Prozent eingebrochen.(Reuters/jW)
In Rußland sind etwa 6000 deutsche Unternehmen aktiv. Die Exporte dorthin waren im Januar und Februar um 16 Prozent eingebrochen.(Reuters/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland