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Privatisierung am Pranger

Berlin. Mieterinitiativen haben am Freitag im Rahmen der ­Blockupy-Aktionstage vor der Zentrale des Immobilienkonzerns GSW/Deutsche Wohnen in Berlin protestiert. Mit einer Kartonwand blockierten 80 Menschen symbolisch den Eingang und kritisierten damit die Konsequenzen aus der Privatisierung von Wohnungen. Die ehemals landeseigene GSW wurde im vergangenen Jahr von der Deutsche Wohnen AG geschluckt, die damit zum zweitgrößten Player auf dem deutschen Wohnungsmarkt avancierte.

Am Mittwoch hatte die Nachrichtenagentur Reuters gemeldet, die GSW-Übernahme habe sich für die Deutsche Wohnen ausgezahlt. Der operative Gewinn aus der Vermietung habe sich im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 59,1 Millionen Euro nahezu verdoppelt.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.05.2014, Seite 4, Inland

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