Zum Inhalt der Seite

Kundgebung nach Brandanschlag

Berlin. Rund 150 Menschen haben am Sonntag gegen einen rassistisch motivierten Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im Allende-Viertel in Berlin-Köpenick demonstriert. Dazu aufgerufen hatten antifaschistische Organisationen, darunter die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN-BdA). Bereits in der Nacht zu Mittwoch vergangener Woche verübten zwei Männer einen Anschlag auf die Gemeinschaftsunterkunft. Sie versuchten, die Eingangstür mit Benzin anzuzünden und zeigten den Hitlergruß. Einer der beiden soll bereits durch rechts motivierte Straftaten auffällig geworden sein. Die zwei konnten kurz nach der Tat festgenommen werden, sind aber wieder auf freiem Fuß. Gegen die Unterkunft und ihre Bewohner hat sich in dem Bezirk eine rassistische »Bürgerinitiative« formiert, der auch Verbindungen zur neonazistischen Szene nachgesagt werden.(jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.05.2014, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!