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Kerry dementiert Israel-Äußerungen

Washington. US-Außenminister John Kerry hat Berichte dementiert, er habe Israel einen »Apartheid-Staat« genannt. Weder sei er der Meinung, noch habe er öffentlich oder privat geäußert, »daß Israel ein Apartheid-Staat ist oder beabsichtigt, einer zu werden«, erklärte Kerry am Montag abend (Ortszeit). US-Medien hatten berichtet, Kerry habe bei einer nicht öffentlichen Veranstaltung in der vergangenen Woche in Washington vor leitenden Diplomaten gesagt, wenn Israel nicht bald die Chance zum Friedensschluß wahrnehme, riskiere es, »ein Apartheid-Staat« zu werden. Kerrys Erklärung legte nun nahe, daß er den Begriff offenbar tatsächlich benutzte. Er habe genug Erfahrung, um zu wissen, wie schnell Worte einen »falschen Eindruck« hinterlassen könnten, erklärte er. Wenn er die Zeit noch einmal zurückdrehen könnte, würde er wohl »ein anderes Wort verwenden«, um darzustellen, daß seiner Meinung nach die Zwei-Staaten-Lösung der einzige Weg für Frieden im Nahen Osten sei, teilte er mit. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2014, Seite 7, Ausland

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