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Kritik an griechischer Flüchtlingspolitik

Berlin. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Griechenland für den Umgang mit Flüchtlingen hart attackiert. Die Situation an der griechischen Grenze zur Türkei habe sich dramatisch verschlimmert, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. »Flüchtlinge müssen sich vor der griechischen Küstenwache nackt ausziehen, ihre Habseligkeiten werden weggenommen und sie werden mit Waffen bedroht, bevor sie in die Türkei zurückgeschoben werden«, sagte Franziska Vilmar, Asylexpertin von Amnesty International in Deutschland. Laut Amnesty berichteten Flüchtlinge außerdem, daß ihnen Pässe und Geld abgenommen wurden. »Dies sind unhaltbare Zustände. Die EU-Kommission muß endlich mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Griechenland vorgehen«, forderte Vilmar. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.04.2014, Seite 1, Inland

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