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Neonaziaufmarsch in Dortmund verboten

Dortmund. Der zuständige Polizeipräsident Gregor Lange hat eine für den 1. Mai geplante Demonstration der Partei »Die Rechte« in Dortmund verboten. Nach Angaben der Ruhrnachrichten am Montag wird dies mit einer unmittelbaren Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung begründet. Langes Vorgänger Hans Schulze war mit einer ähnlichen Begründung gescheitert. Er sei jedoch zuversichtlich, dies mit konkreten Tatsachen belegen zu können, heißt es in dem Bericht. Der Aufzug diene vor allem dem Zweck, den organisatorischen Zusammenhalt einer im Jahr 2012 verbotenen, aggressiv-kämpferischen, verfassungsfeindlichen und rechtsextremistischen Vereinigung zu unterstützen – gemeint ist der »Nationale Widerstand Dortmund«. Wie dieser knüpfe »Die Rechte« mit einem 25-Punkte-Programm an das ebenso viele Punkte umfassende Programm der NSDAP an und rufe damit Ängste vor der Schreckensherrschaft im Dritten Reich wach. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 15.04.2014, Seite 5, Inland

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