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Neu erschienen

Kurdistan-Report

Schwerpunkt der neuen Ausgabe der Zweimonatszeitschrift ist die Lage in der Türkei, wo am 30. März Kommunalwahlen stattfinden. Linke türkische Kräfte und die kurdische BDP (Partei für Frieden und Demokratie) haben sich auf eine gemeinsame Kandidatur unter dem Dach des »Demokratischen Kongresses der Völker« verständigt. Ausführlich wird auf das Verhältnis zwischen der in Ankara regierenden AKP und der Bewegung Fethullah Gülens eingegangen. Breit dargestellt wird die Situation der Kurden in Westkurdistan/Syrien. Sie haben dort im Juli 2012 eine Revolution ausgerufen und etablieren ein basisdemokratisches Rätesystem. Den Schutz garantieren die Volksverteidigungseinheiten YPG, denen sich inzwischen 45000 Männer und Frauen angeschlossen haben. Darüber hinaus gibt es im Kurdistan-Report Beiträge zur Demokratisierung im Iran, Religionskriege im Irak und die Vorstellung einer Kampagne gegen die patriarchale Tradition des »Brautgeldes«. (fo)

Kurdistan Report, März/April 2014, 68 Seiten, 3 Euro, Bezug: Kurdistan Report, c/o Informationsstelle Kurdistan, Spaldingstr. 130–136, 20097 Hamburg, Mail: kr@nadir.org

Argumente pro Asyl

Die Amadeu-Antonio-Stiftung und Pro Asyl haben ein kleines Heft herausgebracht und darin Fakten zum Thema Flucht und Migration zusammengefaßt. Immer noch heißt es bei vielen Menschen, Deutschland werde von Asylsuchenden »überschwemmt«. Die Sachlage ist jedoch anders. Die allermeisten Flüchtlinge suchen Schutz in Nachbarländern, derzeit insbesondere in den Regionen um Syrien, Somalia und Afghanistan. Selbst im EU-Vergleich liegt die Bundesrepublik mit etwa neun Asylanträgen pro 10000 Einwohnern im Mittelfeld. (fo)

Pro Menschenrechte. Contra Vorurteile, 36 Seiten, kostenloser PDF-Download unter: shuu.de/HeftProAsyl

Diesseits

Das Quartalsheft des Humanistischen Verbandes macht mit dem Titel »Achtung, Scharlatane!« auf. Es geht um den großen Reibach, den Pharmakonzerne mit rezeptfreien Dragees, Tropfen und Säften erzielen – zum Beispiel Vitaminpräparate und Mineralstofftabletten sowie homöopathische Mittel, für deren medizinische Wirkung es »keinen einzigen Beweis« gebe. Im Blatt ist auch ein Interview mit dem schwulen Theologen David Berger, ein Beitrag zu Selbstbestimmung am Lebensende sowie ein Ausblick auf den 19. »World Humanist Congress« in Oxford. (fo)

Diesseits, 1/2014, 48 Seiten, 4,75 Euro, Bezug: Diesseits, c/o HVD, Wallstr. 61–65, 10179 Berlin, Tel. 030/613904-34, Mail: info@­diesseits.de

Themen:
junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.03.2014, Seite 15, Politisches Buch

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