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M&R in HipHop

Das Musikmagazin Melodie&Rhythmus veranstaltet heute abend zum zehnten Mal seinen Berliner Konzertabend »M&R live« für neuere, jüngere Bands und Künstler. Zum ersten Mal gibt es HipHop, hier in seiner eher melodiösen, nicht-sexistischen Form. Besonders die queer-feministische Sookee, die »ihr ganz eigenes Gesamtkunstwerk« darstellt, wie es einmal in dieser Zeitung hieß. Kampf den phallozentristischen Rap-Bubis: »Ich kann tragen, was ich will, ich kann fragen, was ich will, ich kann sagen, was ich will, ich bin meine Kultur, knall die Schubladen zu«. Desweiteren treten auf: Pyro One, er kommt von den Showcases des Zeckenrap und weiß »Die letzten Radikalen, die letzten Freischwimmer / die letzten Anarchisten sind nicht wir, sondern Kinder«. Die drei souligen, eleganten MCs mit dem coolen Namen Egoland. Wer die hört, erkennt: Die Deutschrapper in den Charts sind a) überwiegend amusikalisch, b) textlich-töricht und c) jenseits aller Gerechtigkeitstheorien erfolgreich. Und dann ist da noch Kobito, der von sich sagt, für HipHop wäre er ein positives Beispiel. Und er hat recht. (jW)

M&R Live«, heute, 20 Uhr, Maschinenhaus der Kulturbrauerei, Berlin
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2014, Seite 12, Feuilleton

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