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Hall gestorben

Der englische Soziologe Stuart Hall ist tot. Er starb am Montag in London im Alter von 82 Jahren. Er war einer der wichtigsten linken Kulturtheoretiker Großbritanniens, unter anderem erfand er den Begriff »Thatcherismus«. Er war Mitbegründer der New Left Review und der einflußreichen »Birmingham School«, in der es um Kultur, Klasse und Politik ging, beeinflußt von Kritischer Theorie und beheimatet am CCCS, dem »Centre for Contemporary Cultural Studies« an der Universität Birmingham, das 2002 abgewickelt wurde. Geboren in Jamaika, fühlte sich Hall biographisch weder den Kariben noch den Briten zugehörig und entwickelte einen anti-essentialistischen Ansatz der »Hybridität«. Dieser wurde allerdings in der bundesdeutschen Rezeption, in den nach 1989 neu entstehenden Studiengängen der »Cultural Studies«, zunehmend zerlabert. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.02.2014, Seite 12, Feuilleton

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