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Mutmaßliches Opfer verdächtigt

Dubai. Eine Österreicherin mußte in Dubai ihren Paß abgeben, nachdem sie Anzeige wegen Vergewaltigung eingereicht hatte. Sie dürfe bis zum Ende des Gerichtsverfahrens nicht ausreisen, berichtete am Dienstag das Onlineportal diestandard.at. Laut Tageszeitung Gulf News streitet der aus dem Jemen stammende mutmaßliche Täter ab, die 29jährige zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben. »Frühestens Ende Februar wird es eine Gerichtsentscheidung erster Instanz geben«, sagte ein Wiener Außenamtssprecher der Nachrichtenagentur APA. Wie Gulf News berichtete, wird der Frau unterdessen vorgeworfen, sie habe mit dem Jemeniten einvernehmlichen außerehelichen Verkehr gehabt. Dafür droht in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Jahr Haft. Dem Bericht zufolge wurde ihr geraten, den mutmaßlichen Täter zu heiraten. Erst im Vorjahr sorgte ein ähnlicher Fall weltweit für Empörung. Eine Norwegerin war nach der Anzeige ihrer eigenen Vergewaltigung zu 16 Monaten Haft verurteilt worden, wurde aber schließlich »begnadigt«. Auch der mutmaßliche Täter kam frei. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2014, Seite 15, Feminismus

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