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Marokko: Keine Straffreiheit mehr

Rabat. Nach erbitterten Protesten hat Marokkos Parlament ein Gesetz zur Strafbefreiung von Vergewaltigern gekippt, die ihre minderjährigen Opfer nach der Tat heiraten. Die schon vor einem Jahr von der islamistisch geführten Regierung vorgeschlagene Änderung des entsprechenden Strafrechtsartikels sei am Mittwoch einstimmig verabschiedet worden, hieß es aus Parlamentskreisen. Das Gesetz hatte insbesondere nach dem Selbstmord der 16jährigen Amina al-Filali im März 2012 für Schlagzeilen gesorgt. Die Jugendliche hatte sich das Leben genommen, nachdem sie zur Heirat mit ihrem Peiniger gezwungen worden war.

Menschenrechtsorganisationen begrüßten die Änderung, wiesen aber darauf hin, daß es weiter Nachholbedarf gebe, was Geschlechtergleichheit, den Schutz von Frauen vor Gewalttätern und das Verbot der Kinderehe angehe. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 24.01.2014, Seite 15, Feminismus

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