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Schach: Blut, Seele, Weizsäcker

Berlin. Magnus Carlsen (Foto) ist nach Einschätzung Robert von Weizsäckers Weltmeister geworden, »weil er der bessere Sportler und nicht der bessere Schachspieler ist. Carlsen spielt und spielt und zwingt den anderen, der über 20 Jahre älter ist, in die vierte und fünfte Stunde«, meinte der Ehrenpräsident des Deutschen Schachbundes nach dem Sieg des Norwegers gegen den Inder Viswanathan Anand im Deutschlandfunk. Carlsen habe Anand »nicht überspielt, sondern einfach keine Fehler gemacht, abgewartet und dann zugeschlagen«. Das Spiel des 22jährigen beurteilte er als sehr computerähnlich, blutlos und seelenlos. »Es würde mich interessieren, wie er gegen einen Schachcomputer abschneidet«, sagte von Weizsäcker. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.11.2013, Seite 16, Sport

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