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Deutsche Bank: Klage abgewiesen

Frankfurt/Main Die Deutsche Bank mußte nicht bereits im Jahr 2011 Vorsorge für mögliche Schadensersatzzahlungen an die Kirch-Erben treffen. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt in einem Prozeß zwischen dem größten deutschen Geldinstitut und den Erben des Medienunternehmers Leo Kirch festgestellt. Der Jahresabschluß 2011 wurde mit der Klageabweisung bestätigt, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Seit Jahren überzieht die Kirch-Seite die Deutsche Bank mit Klagen. Deren damaliger Chef Rolf Breuer hatte Anfang 2002 in einem TV-Interview Kirchs Kreditwürdigkeit angezweifelt. Seither wird um eine Mitverantwortung Breuers und der Bank für die Pleite des Medienimperiums und Schadenersatz in Milliardenhöhe gestritten. Das Münchner Oberlandesgericht hat die Deutsche Bank im Dezember 2012 grundsätzlich zu einem noch nicht festgesetzten Schadensersatz verurteilt. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.11.2013, Seite 1, Inland

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