-
15.11.2013
- → Feminismus
»Saure Gurke« für Erfurter Tatort
Berlin. Der kürzlich ausgestrahlte MDR-Tatort »Kalter Engel« aus Erfurt hat vergangenen Sonntag den Negativpreis »Saure Gurke« erhalten. Damit wollen die Medienfrauen von ARD, ZDF und ORF auf aus ihrer Sicht frauenfeindliche Darstellungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk aufmerksam machen. »Wir treffen auf Frauenrollen, die wir in 40 Jahren ›Tatort‹ kennen und lieben gelernt haben: die Heilige, die Hure, die herrische Vorgesetzte und ein Mordopfer, das selbst schuld ist«, heißt es in der Begründung der Jury. In dem Film klären zwei junge Kommissare und eine Praktikantin – die maßgeblich zur Lösung des Falls beiträgt – den Mord an einer Studentin auf.
Außerdem vergab die Jury noch einen »Trostpreis«. Er ging an einen ZDF-Werbefilm zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen, in dem eine Spielerin im Dreß der Nationalelf einen schmutzigen Ball in die Trommel einer Waschmaschine schießt. (dpa/jW)
Außerdem vergab die Jury noch einen »Trostpreis«. Er ging an einen ZDF-Werbefilm zur Fußball-Europameisterschaft der Frauen, in dem eine Spielerin im Dreß der Nationalelf einen schmutzigen Ball in die Trommel einer Waschmaschine schießt. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus