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Haasenburg-Heime: Frühe Warnungen

Hamburg. Mitarbeiter der Jugendheime der Haasenburg GmbH haben frühzeitig Alarm geschlagen, was die Behandlung der Insassen betrifft. Dies berichtet der Spiegel in seiner neuen Ausgabe unter Berufung auf »interne Papiere«. In der vergangenen Woche hatte die brandenburgische Bildungsministerin Martina Münch (SPD) die Schließung der Heime angekündigt (siehe jW vom 7.11.). Laut Spiegel haben drei Beschäftigte der Firma, die je betreuten Jugendlichen 300 bis 500 Euro pro Tag kassierte, dem Landesjugendamt (LJA) u.a. berichtet, daß Konflikte mit den Insassen »aus wirtschaftlichen Gründen« bewußt »geschaffen« worden seien, um in Entwicklungsberichten für eine Verlängerung des Aufenthaltes plädieren zu können. Ein Sprecher von Ministerin Münch sagte dem Blatt, es werde überprüft, warum das LJA darauf kaum reagierte. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.11.2013, Seite 4, Inland

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