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Postmitarbeiter ­gegen Privatisierung

Lissabon. In Portugal haben am vergangenen Freitag die Beschäftigten der Post aus Protest gegen die Privatisierung des Staatsbetriebs ihre Arbeit niedergelegt. Der Streik, dem sich nach Einschätzung der Gewerkschaften 95 Prozent der Mitarbeiter anschlossen, legte die Brief- und Paketdienste im gesamten Land lahm. Die Angestellten protestierten gegen die geplante Privatisierung des Betriebs, die Senkung ihrer Gehälter, die Streichung von Stellen und die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen. »Wir wollen kämpfen, um das öffentliche Interesse des Staates zu verteidigen, der dabei ist, ein profitables Unternehmen zu verkaufen«, sagte der Generalsekretär der Postgewerkschaft, Vitor Narcisso, am Freitag. Die Regierung hatte vor zwei Wochen angekündigt, bis Ende des Jahres bis zu 70 Prozent der Post an die Börse zu bringen. Der Verkauf von CTT-Correios de Portugal ist Teil der Vereinbarungen mit den internationalen Geldgebern.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2013, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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