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IG-BCE-Vorsitzender fordert Mindestlohn

Hannover. Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), Michael Vassiliadis, sieht die nächste Bundesregierung in der Pflicht, sich für faire Löhne und flexible Beschäftigung einzusetzen. »Wer Tarifstandards unterlaufen und Belegschaften spalten will, dem muß der Gesetzgeber die rote Karte zeigen«, sagte er am Mittwoch in einer Grundsatzrede beim Delegiertenkongreß in Hannover. Beim Ziel auskömmlicher Löhne sei ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde nur ein erster Schritt, so Vassiliadis. »Auch der Mindestlohn ist noch lange kein guter Lohn.« Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die am Nachmittag eine Rede beim Bundeskongreß der Gewerkschaft hielt, beteuerte zwar, dafür zu sein, »daß jeder Mensch, der Vollzeit erwerbstätig ist, von seiner Arbeit leben kann«. Einen flächendeckenden Mindestlohn lehnte sie aber weiterhin ab: »Wir müssen aufpassen, daß wir darüber nicht Arbeitsplätze vernichten.« (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.10.2013, Seite 5, Inland

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