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Olympia: Homophobie

Moskau. Ein halbes Jahr vor den Winterspielen in Sotschi hat die russische Regierung ausdrücklich darauf hingewiesen, daß sich auch Olympiateilnehmer an das neue nationale Anti-Homosexuellen-Gesetz halten müssen. Zuvor hatten einige Medien berichtet, das international scharf kritisierte Gesetz werde voraussichtlich während Olympia nicht gelten. »Niemand verbietet einem Sportler mit einer nicht-traditionellen sexuellen Orientierung, nach Sotschi zu kommen. Aber wenn er auf die Straße geht und Propaganda betreibt, wird er dafür zur Verantwortung gezogen werden«, drohte Sportminister Witali Mutko am Donnerstag. Per Gesetz steht seit Juni in Rußland die Verbreitung von Informationen über Homosexualität an Minderjährige unter Strafe. (sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.08.2013, Seite 16, Sport

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