Zum Inhalt der Seite

Entschlosseneres Vorgehen gefordert

Berlin. Mit einem Appell haben sich verschiedene Kulturschaffende Ende letzter Woche an die Politik gewandt und von dieser ein entschlosseneres Vorgehen gegen Neonazis gefordert. »Offensichtlich liegt es nicht im dringenden Interesse unseres Staates, gegen das Anwachsen der rechtsextremen Szene koordiniert effektiv vorzugehen«, heißt es in einer von der Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft veröffentlichten Erklärung, die unter anderem von der Schauspielerin Hannelore Hoger und der Punkband »Die Toten Hosen« unterstützt wird. Die Unterzeichner konstatieren in ihrer Erklärung außerdem, daß sich die »Aufregung« über die Morde des neofaschistischen Terrornetzwerkes »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) und damit auch über den »Skandal, daß über mehr als ein Jahrzehnt« dessen »Taten gedeckt und begünstigt wurden durch ein Netzwerk von Sympathisanten, auch in den staatlichen Behörden«, nun wieder gelegt habe. Wer keinen Rechtsradikalismus wolle, müsse tätig werden, bevor wieder bedauernd Gedenksteine für Menschen errichtet werden müßten, deren Tod wir nicht verhindert haben«, so die Nazigegner weiter.
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 24.07.2013, Seite 15, Antifaschismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!