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Einsprüche gegen Zensus

Berlin/Hamburg. Die Länder Berlin und Hamburg haben Widerspruch gegen die Ergebnisse der jüngsten Volkszählung eingelegt. In beiden Stadtstaaten liegen die neuen Einwohnerzahlen am deutlichsten unter den bisherigen Annahmen. Im Rahmen des Länderfinanzausgleichs bedeutet das für Berlin Einbußen und für Hamburg Mehrausgaben. Die im Zensus 2011 ermittelte Einwohnerzahl unterscheide sich deutlich von den Melderegistern, sagte Berliner Senatskanzleichef Björn Böhning am Dienstag in Berlin. In Hamburg teilte der Senat mit, der vorsorglich eingelegte Widerspruch biete nun die Möglichkeit, die Ergebnisse des Zensus sowie der Erhebungsverfahren bei der Stichprobe genauer zu überprüfen. Im Unterschied zu einer klassischen Volkszählung war nur ein Drittel der Bevölkerung direkt befragt worden. Weitere Daten wurden aus den Melderegistern, dem Register der Arbeitsagentur und anderen Quellen zusammengetragen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.07.2013, Seite 2, Inland

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