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Aus der Kommentatorengruppe. Günter Herlt wird 80

Am heutigen Dienstag begeht der Journalist und Autor Günter Herlt seinen 80. Geburtstag. Herlt stammt aus einer Arbeiterfamilie, absolvierte ab 1947 eine Zimmermannslehre und studierte von 1950 bis 1954 an der Hochschule für Architektur in Weimar. Seit 1954 arbeitete er als Rundfunkreporter und war von 1957 bis 1961 Direktor des Senders Schwerin.

Nach einer Tätigkeit als Dozent und als persönlicher Referent von Albert Norden im Zentralkomitee der SED hatte er von 1966 bis 1990 verschiedene leitende Funktionen im DDR-Fernsehen inne. So war er u. a. Mitglied der Kommentatorengruppe, wirkte an der Sendung »Der schwarze Kanal« von Karl-Eduard von Schnitzler mit und war Chefredakteur für Außenpolitik. Von 1977 bis 1979 arbeitete Herlt, der auch Fernseh- und Hörspiele verfaßte, als Korrespondent in der BRD, wurde anschließend Fernsehchef für Auslandsreportagen und leitete die Sendereihe »Alltag im Westen«.
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1995 veröffentlichte er mit »Sendeschluß« einen Bericht über das Innenleben des DDR-Fernsehens, seit 2000 erschienen mehrere Satiretitel von ihm, z. B. »Lach Dich gesund«, »...so wunderschön wie heute. Eine satirische Wendechronik«, »Sekt oder Selters. Die Deutschen und ihre Feiertage«. Im Februar erschien: »Kalle kann Kanzler« (Eulenspiegel Verlag, 128 Seiten, 6,99 Euro).

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.06.2013, Seite 13, Feuilleton

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