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Kühnheit und Kanon

Ich fühle mich wie eine kleine, tapfere Schriftstellerin im Literatur-Kanon«, hat Sibylle Lewitscharoff nach ihrer Ausrufung zur nächsten Büchner-Preisträgerin erklärt. »Es gibt kühnere Autoren, als ich es bin.« Die 59jährige wohnt zur Zeit als Stipendiatin in der Villa Massimo (Rom). Bereits erhalten hat sie den Bachmann-Preis, den der Leipziger Buchmesse, den Berliner Literaturpreis, Kleist- und Ricarda-Huch-Preis. Mit dem Namensgeber ihrer neuen Trophähe hat sie wenig im Sinn. »Er ist eine ehrenwerte Figur, ich stehe aber nicht in der Tradition Büchners, er ist mir zu fremd.« Gerade schreibt Lewitscharoff einen Krimi: »Es geht um einen deutschen Kommissar, der in der Welt herumkommt.« Außerdem soll im Herbst die Fortsetzung ihres Romans »Pong« auf den Markt kommen. Der Büchner-Preis ist mit 50000 Euro dotiert und wird am 26. Oktober 2013 in Darmstadt verliehen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2013, Seite 13, Feuilleton

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