Zum Inhalt der Seite

Erneut Streik bei Amazon

Bad Hersfeld/Leipzig. Im Streit um einen Tarifvertrag für den Internetversandhändler Amazon sind am Montag morgen erneut mehrere hundert Mitarbeiter des US-Unternehmens in den Streik getreten. Sowohl in Bad Hersfeld als auch am Standort in Leipzig legten die Beschäftigten die Arbeit in der Frühschicht nieder. Es ist der dritte Streik innerhalb von gut drei Wochen bei Amazon. Er sollte nach Angaben der Gewerkschaft ver.di bis zum Ende der Spätschicht um 22.30 Uhr andauern.

Die Gewerkschaft fordert einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Der Konzern lehnt dies ab und orientiert sich nach eigenen Angaben an der Bezahlung in der Logistikbranche.

Während in Bad Hersfeld rund 400 Menschen streikten, beteiligten sich in Leipzig laut Gewerkschaft etwa 200 Beschäftigte an der Aktion. Das Unternehmen hat in der BRD acht Versandlager und rund 9000 Mitarbeiter. In Bad Hersfeld arbeiten über 3300 Menschen, in Leipzig etwa 2000. (dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 04.06.2013, Seite 1, Betrieb & Gewerkschaft

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!