Zum Inhalt der Seite

Sportgericht: Interessiert nicht

Hamburg/Berlin. Claudia Pechstein hat den Streit mit dem Pharmakologen Fritz Sörgel vor dem Hamburger Oberlandesgericht vorzeitig beendet. Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin nahm am Tag der geplanten Urteilsverkündung im Verfahren gegen den Nürnberger Wissenschaftler ihren Antrag auf Berufung zurück. Sörgel hatte im Bayerischen Rundfunk behauptet, daß Retikulozyten Reporterzellen seien, »die uns zeigen, hier ist im Blutbildungssystem manipuliert worden. Das steht fest.« Pechstein hatte daraufhin eine einstweilige Verfügung erstritten, gegen die sich wiederum Sörgel zur Wehr setzte. Jetzt sagte Pechstein: »Die mir von meinem Vater vererbte Blutanomalie wird nicht mal mehr vom Gutachter des Weltverbandes ISU in Frage gestellt. Von daher soll Herr Sörgel gerne weiter die Fakten ignorieren, das interessiert mich schon lange nicht mehr.« (sid/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.05.2013, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!