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Managergehalt: Kritik an Koalitionsplänen

Berlin. Die von der Bundesregierung am Mittwoch beschlossenen strengeren Regeln für Managergehälter sind auf breite Ablehnung gestoßen. Unternehmer und Beschäftigtenvertreter sprachen sich ebenso wie SPD und Linke dagegen aus. Die Koalition aus Union und FDP will den Aktionären ein stärkeres Mitspracherecht bei der Vorstandsvergütung geben. Das Kabinett billigte am Mittwoch eine sogenannte Formulierungshilfe des Bundesjustizministeriums, wie das Ministerium mitteilte. Geplant ist demnach, daß die Hauptversammlung börsennotierter Aktiengesellschaften künftig über die Vergütung abstimmen muß – bislang ist das nur ein Kann. Die Neuregelung sei eine »Scheinlösung«, die den Bürgern nur Sand in die Augen streue, lautete die Kritik der SPD-Fraktion, die in der nächste Woche eigene Pläne vorlegen will. Der BDI hält die Änderung für überflüssig. (AFP/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.05.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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