-
15.04.2013
- → Ausland
Eskalation in Guantánamo
Washington. Nach wochenlangen wachsenden Spannungen im US-Gefangenenlager Guantánamo Bay auf Kuba ist es am Samstag zu einer Eskalation gekommen. US-Wärter setzten nach Medienberichten Gummigeschosse gegen Häftlinge ein, die sich gegen eine Verlegung aus einer Gruppenunterkunft in Einzelzellen wehrten. Auf beiden Seiten habe es nur leichte Verletzungen gegeben, zitierte der Sender CNN einen Militärsprecher in Guantánamo Bay.
Dort werden zur Zeit noch 166 »Terrorverdächtige« festgehalten. US-Präsident Barack Obama hatte nach seinem Amtsantritt 2009 eine Schließung binnen eines Jahres angekündigt, war aber an massivem Widerstand im Kongreß gegen eine Verlegung der Gefangenen in die USA gescheitert. Im Februar hatte im Lager eine Welle von Hungerstreiks begonnen. Nach US-Angaben verweigern gegenwärtig mehr als 40 Häftlinge die Nahrungsaufnahme und werden zum Teil zwangsernährt. Anwälten von Gefangenen zufolge ist die Zahl der Hungerstreikenden weitaus höher. (dpa/jW)
Dort werden zur Zeit noch 166 »Terrorverdächtige« festgehalten. US-Präsident Barack Obama hatte nach seinem Amtsantritt 2009 eine Schließung binnen eines Jahres angekündigt, war aber an massivem Widerstand im Kongreß gegen eine Verlegung der Gefangenen in die USA gescheitert. Im Februar hatte im Lager eine Welle von Hungerstreiks begonnen. Nach US-Angaben verweigern gegenwärtig mehr als 40 Häftlinge die Nahrungsaufnahme und werden zum Teil zwangsernährt. Anwälten von Gefangenen zufolge ist die Zahl der Hungerstreikenden weitaus höher. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland