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Novartis verliert ­Patentstreit

Neu-Delhi/Frankfurt. Indiens Oberster Gerichtshof hat dem Schweizer Pharmakonzern den Patentschutz für sein Krebsmittel Glivec versagt. Das Präparat sei keine »Neuheit« im Sinne der indischen Patentgesetze, hieß es zur Begründung. Patente auf teure westliche Arzneien sind in Indien schwer zu erlangen. Viele können sich diese Originalpräparate nicht leisten, sondern sind auf günstige Nachahmerprodukte (Generika) angewiesen. Die Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« begrüßte die Entscheidung am Montag als Erfolg. Novartis beklagte dagegen, die indischen Gesetze böten nur eingeschränkten Schutz für geistiges Eigentum. Der Konzern kämpft seit 2006 um den Patentschutz für Glivec. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.04.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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