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Fußball-Randspalte

Auf dumme Weise Stärke zeigen

Athen. Giorgos Katidis vom griechischen Erstligisten AEK Athen wurde am Sonntag lebenslang für die Nationalmannschaft gesperrt, weil er am Vortag mit einem Hitlergruß »die Opfer des Naziregimes beleidigt« hatte. Das teilte der nationale Verband mit. Der Mittelfeldspieler hatte am Samstag seinen 2:1-Siegtreffer gegen AE Veria mit der Geste quittiert. Sein deutscher Trainer Ewald Lienen nannte das »dumm, naiv, unreif, abenteuerlich«. Der Verein werde sich wohl von Katidis trennen, auch wenn dieser »ganz sicher keine politische Meinung vertreten« habe, wie Lienen »entsetzt« anfügte: »Er wollte auf dumme und naive Weise Stärke und Kraft zeigen. Der hat dabei keine Sekunde nachgedacht.« Katidis hatte nach dem Spiel getwittert: »Ich bin kein Faschist. Ich hätte das nie getan, wenn ich die Bedeutung der Geste gekannt hätte.«

(sid/jW)

Wie auf dem ­Viehmarkt

Dortmund. Als der SC Freiburg am Samstag im zweiten Spiel hintereinander fünf Gegentore kassiert hatte, nannte Trainer Christian Streich das »nicht ganz normal. Aber wir haben natürlich eine wahnsinnige Unruhe. Unsere Spieler werden angeboten wie auf dem Viehmarkt. Ihre Ausstiegsklauseln kann man in den Zeitungen lesen – das ist furchtbar.« Auf »Händler und Zwischenhändler« schimpfte Streich nach dem 1:5 in Dortmund, um schließlich zu konstatieren: »Das sind die Mechanismen in diesem Geschäft.«
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(sid/jW)

Wir folgen da keiner Agenda

Bonn. Joachim Löw und Oliver Bierhoff haben in Bild am Sonntag bestätigt, daß sie regelmäßig mit Angela Merkel essen, zuletzt am vergangenen Montag in Charlottenburg. »Wir folgen da keiner Agenda oder festgelegten Tagesordnung«, versicherte der Bundestrainer.

(sid/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.03.2013, Seite 16, Sport

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